Üben und Lernen zu Hause - so kann es gelingen!

von VS Dölsach
18. November 2020

 

  • Strukturieren Sie  den Tag in Lernphasen, Pausen und Freizeit. Struktur ist besonders wichtig für das Lernen zu Hause. Versuchen Sie, einen täglichen Ablauf zu finden, den Sie gemeinsam mit Ihren Kindern festlegen. Ihr Kind ist an den schulischen Rhythmus gewöhnt.

 

  • Wenn Ihr Kind in der Schule mit offenen Lernformen selbständig arbeitet, so lassen sie dies auch zuhause zu. Manchmal ist es gut, wenn man nicht zu früh etwas erklärt, sondern den Kindern eine "Nachdenkpause" gewährt. Sollte  ein Kind mit einer Aufgabenstellung überhaupt nicht zurechtkommen, brechen Sie die Übung ab und geben der Klassenlehrerin eine Rückmeldung dazu.

 

  • Wie ausgedehnt die Lernzeiten gestaltet werden, hängt auch vom Alter der Schüler/innen ab. Für Kinder bis Ende der 2. Klasse beträgt die Zeitspanne, in der sich das Kind gut konzentrieren kann, 10 bis 15 Minuten, bei Kindern der 3. und 4. Klasse ca. 20 Minuten. Dann sollte eine neue Aufgabenstellung beginnen.

 

  • Die Aufgaben sollten von der Schule so gestaltet sein, dass sie selbständiges Arbeiten ermöglichen. Stehen Sie aber bitte unterstützend und für Nachfragen zur Verfügung. Geben Sie den Klassenlehrerinnen Rückmeldung, ob Umfang und Schwiereigkeitsgrad gut oder weniger gut getroffen sind.

 

  • Versuchen Sie für die Kinder einen separaten, ruhigen Arbeitsplatz zu schaffen, der diesen für die gesamte Zeit zur Verfügung steht. Man sollte Lern- und Spielräume am besten trennen z.B. am Küchentisch oder am Schreibtisch im Kinderzimmer wird Hausübung gemacht und gelernt – am Couchtisch wird gespielt und ferngesehen.

 

  • Lernen soll Spaß machen und spielerisch sein! Seien Sie geduldig und setzen Sie Ihre Kinder nicht unter Druck. Auch für diese ist der Unterricht zu Hause eine neue und ungewohnte Situation, an die sie sich erst gewöhnen müssen. Loben und motivieren Sie ausreichend und unmittelbar. Bei Fehlern korrigieren Sie behutsam. Es darf auch sein, dass Arbeiten fehlerhaft bleiben.

 

  • Halten Sie Kontakt zu den Lehrpersonen und wenden Sie sich mit Problemen an sofort an sie sie. Die Lehrerinnen stehen untertags jederzeit für Rückfragen und Hilfestellungen zur Verfügung. Geben Sie bitte bei Überforderung und Überlastung der Kinder direktes Feedback an die Klassenlehrerin, ebenso, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Kind den "Anschluss" verliert

 

  • Auch Erziehungsberechtigte brauchen einmal eine Pause! Um Überforderungen zu vermeiden und den Alltag zu Hause aufzulockern, ist regelmäßige Pausensetzung auch für Sie ratsam. Auf die Nutzung von 1 bis 2 Betreuungstage zwischendurch kann entlasten.